Die Fütterung der Harzer Roller Kanarien-Mischfutter selbst gemischt ist am besten!
Das Hauptfutter sollte immer ein gut gemischtes Mischfutter aus folgenden frischen Saaten sein, da der Kanarienvogel ein Körnerfressender Vogel ist. Ein Vogel benötigt pro Tag 8 Gramm Futter, das entspricht einen Teelöffel. Ansonsten sucht der Vogel sich nur die Körner aus, die er besonders mag. Bei zu großem Futterangebot neigen Harzer-Roller-Kanarienvögel dazu leicht zu verfetten. Dann stellt er auch das Singen ein.Also immer auf eine gute Mischung achten! Bitte bedenken sie auch das der Vogel nicht in der Lage ist das Mischfutter zu verdauen.Er braucht immer Sandkiesel und Grit um das Futter vorher zu zermahlen!Das Verdauungssystem der Vögel weist im Vergleich zu denen der anderen Haus- und Heimtiere besondere Ab-wandlungen und Eigenschaften auf.Besonderheiten:Schnabel Man findet keine Zähne, dafür einen kräftig ausgebildeten Hornschnabel. Der Hornschnabel kann je nach Lebensart (z.B. Fleischfresser, Körnerfresser, Omnivore, Nektarfresser) unterschiedlich gestaltet,spitz,stumpf,abgerundet, abgeplattet, lang oder kurz sein. Der Schnabel weist dazu nicht nur ein Gelenk am Unterkiefer auf, auch der obere Schnabelteil ist gelenkig mit dem Schädel verbunden.Oropharynx: Man findet bei Vögel eine sogenannte einheitliche Mund- und Schlundkopfhöhle, das heißt Os und Pharnyx sind nicht klar voneinander trennbar.Kropf: Neben dem Ösop-hagus befindet sich auf dem Weg zum Rest des Magen-Darm-Traktes eine große muskulöse Ausbuchtung, die vor allem zur Speicherung von aufgenommender Nahrung dient. Es lassen sich hierin unterschiedliche Ausprägungsformen bei den verschiedenen Formen finden (Sanduhr). Darüber hinaus dient er der Anver-dauung, Nahrungspeicherung, dem Aufquellen von Nahrung, bei manchen Arten wie der Taube aber auch der Kropfmilchbildung, ein fettiges holokrines Sekret zur Ernährung der Küken.Magen: Der Magen an sich ist in 3 Abschnitte geteilt. Dem Proventriculus mit dem Übergang Isthmus zum Drüsenmagen, welcher der eigent-lichen Verdauung durch Salzsäureproduktion dient.Zusätzlich findet sich anschließend ein sog. Muskel-magen mit sehniger Platte. Er bildet eine Koillinschicht aus und dient dem Zermahlen von zuuvor angedauter Nahrung (M. crassii).Ferner besitzt er eine Cuticula gastris mit eingelagertem Grit, KalK.Sand (aufgenom-menen Steinchen) zur Forcierung der Zerkleinerung. Der Darm ist in den Dünndarm und den Dickdarm unter-teilt. Ähnlich wie bei Säugetieren gliedert sich der Darm: Dünndarm in den Zwölffingerdarm, das Jejunum und das Ileum,wobei die Segmente sich histologisch nicht klar voneinander abgrenzen lassen. Der Dickdarm ist vergleichsweise kurz und besitzt bei vielen Vögeln zwei Blinddärme.Kloake: Die Kloake ist die gemeinsa-me Mündung des Ureters, des Enddarms und des Uterus.Der Verdauungstrakt der Kanarien und vieler an-derer Vögel umfasst mehr Teilbereiche, als dies bei uns Menschen der Fall ist. Erster Teil des Verdauungs-traktes der Vögel ist die Schnabelhöhle mit der fleischigen Zunge, gefolgt von der Speiseröhre. Als Körner-fresser verfügen Kanarienvögel über einen Kropf. Hierbei handelt es sich um eine sackartige Erweiterung am Ende der Speiseröhre. Der Kropf erfüllt zweierlei Aufgaben: Erstens wird in ihm das vorher aufgenommene Futter angefeuchtet, doch die eigentliche Verdauung findet dort noch nicht statt. Zweitens dient der Kropf auch dazu, das Futter für Jungtiere oder den Partner zwischenzulagern und durch das Anfeuchten mit vom Vogel getrunkenen Wasser und Körpersekreten für die Fütterung während der Aufzucht vorzubereiten. Nachdem das Futter im Kropf einige Zeit quellen konnte, wird es in den Magen weiter-transportiert, der bei Kanarien aus zwei Bereichen besteht. Zunächst gelangt das Futter in den Drüsenmagen, wo der Nahrung Verdauungssäfte wie zum Beispiel Salzsäure und Pepsin zugefügt werden. Anschließend wird der durch die zersetzenden Eigenschaften der Verdauungssäfte entstandene Futterbrei im Muskelmagen mechanisch durchgeknetet und in noch feinere Bestandteile zerrieben.Bei dieser mechanischen Zerkleinerung helfen kleine Steinchen, die von den Kanarien die Körnerfutter erhalten, regelmäßig aufgenommen werden müssen. Daher sollte niemals ein Schälchen mit Grit und Kalk in der Nähe der Vögel fehlen, auch wenn man keinen Vogelsand, sondern eine alternative Einstreu für den Käfig oder die Zimmervoliere verwendet. Lediglich die Vögel, die mit Extrudaten ernährt werden, benötigen nicht unbedingt Grit oder Sand. Viele Vogelhalter, die ihre Tiere mit Körnern ernähren, lassen oft den Sand und Grit weg, weil sie Angst vor der Entstehung eines sogenannten „Sandmagens“ haben. Doch indem den Vögeln die Verdauungssteinchen vorenthalten werden, schadet man ihnen unter Umständen mehr, als dass man ihrer Gesundheit etwas Gutes tut – zumal ein Sand-magen nur dann entsteht, wenn der Vogel krank ist und sich durch das Fressen größerer Mengen Sandes oder Grits selbst zu helfen versucht.Im Verdauungstrakt der Vögel folgt nach dem Muskelmagen der erste Abschnitt des Dünndarms, in den die Ausführungsgänge der Bauchspeicheldrüse, in der Fachsprache Pan-kreas genannt, münden. Die Pankreasenzyme spielen vor allem bei der Verdauung von Stärke und Fetten eine entscheidende Rolle. Arbeitet die Bauchspeicheldrüse nicht richtig, kann es hier zu gesundheitlichen Problemen wie einer Entzündung dieses Organs kommen. Der Vogeldarm ist vergleichsweise kurz, woraus sich eine geringe Verweildauer des Nahrungsbreis in diesem Abschnitt des Verdauungstraktes ergibt. An seinem Ende geht der Vogeldarm in einen kleinen Hohlraum über: die Kloake. In diesen Teil des Körpers münden auch die Harnleiter und die Verbindungen zu den Geschlechtsorganen. Somit ist die Öffnung der Kloake bei den Vögeln das einzige Ausscheidungsorgan für Kot, Urin und Sperma beziehungsweise Eier. Vögel verfügen also nur über eine hintere Körperöffnung. Übrigens:Unter allen Wissenschaftlern gilt es als gesicherte Tatsache, dass die Evolution die Vögel mit zwei Mägen ausgestattet hat, weil die Verweildauer der Nahrung dadurch in jedem der hoch spezialisierten Mägen ausgesprochen kurz ist. Das ist für Vögel von großer Bedeutung, da sie aus der aufgenommenen Nahrung möglichst rasch viel Energie beziehen müssen, ohne zu lange durch das Gewicht des Nahrungsbreis in ihrem Flugvermögen beeinträchtigt zu werden.
50% Rübsen ( dunkler Sommerrübsen ), Ölhaltiges Korn Ersatzweise Raps
Bei allen Diskussionen und Fachsimpeleien unter Züchtern muß man jedoch vorab deutlich ausholen und genau erklären wo der Unterschied liegt zwischen Rübsen und Raps, Winter- und Sommerrübsen, Winter- und Sommerraps, herkömmlichen Raps, „0“ bzw. „00“ Raps und bitter, nußig oder süß. Raps und Rübsen sind nahe verwandte Kulturarten innerhalb der Gattung Brassica(Kohl), welche wiederum der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) angehören. Der Samen enthält: 20% Proteine,40% Fett und 17% Kohlenhydrate. Raps ist deutlich billiger im Einkauf, bei gleichen Inhaltstoffen und hat daher gerade bei Harzer Rollerzüchtern den Rübsen abgelöst. Der Gewinn liegt bei 50%.Weiteres siehe rechte Spalte!
30% Kanariensaat, auch Glanz oder Spitzsaat genannt, mehlhaltiges Korn
Diese Saat ist der größte Kohlenhydratgeber im Futtersortiment. Er wird besonders gern für die Jungen-aufzucht verfüttert. Da die Schalen nicht fest am Korn haften ist er auch leicht zu enthülsen, und daher sehr wertvoll beim Absetzen der Jungvögel im Flug.Spitzsaat gehört zur Familie der Süßgräser!
5% Negersaat, Ölhaltiges Korn
Die Negersaat, oft auch Niggersamen genannt, gehört mit einem Fettanteil von 35% zu den fettreichsten Futtermitteln. Sie läßt sich sehr gut und schnell keimen. Nur Vorsicht: Zu viel gefütterte Negersaat bringt den Harzer Roller schnell über den Berg!
3% Geschälter Hafer, mehlhaltiges Korn
Hafer ist ein ernährungsphysiologisch wertvolles Getreide. Er liefert mehr Eiweiß, Kalzium, Vitamin B1 und B6 als andere Arten. Ist auch als geschälte Art im Verkauf. Er enthält reichlich ungesättigte Fettsäuren, dazu viele Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Zink oder Mangan. Hafer wird bei Verstopfung gern gereicht, und hat ein sättigendes Gefühl, sodass die Vögel kaum an Verfettung leiden. Wird auch als Haferflocken gern gefressen. Hafer sorgt für ein glattes geschmeidiges Gefieder bei den Kanarienvögeln.
3% Leinsamen, ölhaltiges Korn
Leinsamen haben je nach Sorte eine braune oder gelbe Schale, schmecken leicht nussig und enthalten etwa 40 % Fett (Leinöl). An diesem hat die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure einen Anteil von etwa 50 %. Leinöl hat damit eine der höchsten Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren aller bekannten Pflanzenöle. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind Schleimstoffe, Linamarin, Eiweiß, Lecithin; ferner Sterine, Plastochromanol, die Vitamine B1, B2, B6 und E sowie Nicotin-, Fol- und Pantothensäure. Wirkt gerade bei Harzer Rollern einzeln verfüttert sehr abführend bei Verstopfung. Für eine Darmreinigung vor der Zuchtperiode, ist die Zugabe besonders zu empfehlen.
3% Salatsamen, ölhaltiges Korn oder Salatpflanzen
Gibt es sowohl als weiße und schwarze Saat. Gehört der Familie der Korbblüter an und wird gern gefressen. Der weiße ist teurer. Bestandteile: 28,8 % Protein- 35,8%-Fett-und 21,5 % Kohlenhydrahte.Als Kopfsalat eignen sich besonders:Endivien, Eisbergsalat und Pflücksalat.
3 % Mohnsaat, ölhaltiges Korn
Mohnsamen ist reich an Calcium und ungesättigten Fettsäuren. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung bieten Mohnsamen Abwechslung an, da sie einen besonderen Geschmack haben, der im weitesten Sinne nussig ist. Wirkt Beruhigend auf Vögel, was in der Phase der Einbauerung der Junghähne,bis hin zu den Prämierungen gut anschlägt.Fördert zudem die Verdauung.
3 % Perillasaat, ölhaltiges Korn
Die Früchte und Samen des Perillas enthalten bis zu 50 % ölhaltige Bestandteile, von denen etwa über 90 % als ungesättigte Fettsäuren vorliegen. Als heilkundlich wirksame Ölsäuren gilt die Alpha-Linolensäure, die zur Gruppe der Omega-3-Fettsäuren zählt und entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Auch konnte nachgewiesen werden, dass die Alpha-Linolensäure im Körper verstoffwechselt wird und andere essentielle Fettsäuren bildet, die für die Entwicklung des Gehirns sowie für den gesamten Blutkreislauf wichtig sind.
Das ist als ausgewogenes Hauptfutter anzusehen, und reicht bei Käfighaltung auch aus. Dann muss ich als Züchter aber mein Futterprogramm je nach Jahreszeit umstellen in:
Haltung in Volieren
Hier ist ein Mischfutter das ganze Jahr über zu reichen. Als Ergänzungsfutter kann, muss aber nicht unbe-dingt noch folgendes gereicht werden: Haferflocken, Ei oder Aufzuchtfutter trocken. Geschälte oder gebro-chene Sonnenblumenkerne. Hanf und Meisenknödel nur im Winter. Um die Vögel mit Mineralien zu versorgen muss immer Vogelsand, Vogelkalk, Sepiaschale,gebrochene zuvor gekochte Hühnereierschalen und Grit gereicht werden. Der Vogel kann das Futter nicht kauen sondern muss dieses im Muskelmagen durch Rei-bungen mit Steinchen zerkleinern. An Grünzeug frisst jeder Vogel gern Vogelmiere, Löwenzahn, Ackermelde, Hirtentätschel und Breit-sowie Spitzwegerich. Gelegentlich ein Stück Apfel, Möhre oder Gurke bekommt jedem Vogel. Salat nur in Maßen, da sehr viel Wasser im Salat den Gesang negativ beeinflussen kann.
Die Vogelmiere ist ein kleines und zierliches Kraut, in dem viele Menschen leider nur ein Unkraut sehen. Tatsächlich jedoch ist in der Vogelmiere ein hoher Anteil an Vitaminen und Mineralien enthalten, so dass man die Vogelmiere möglichst oft in den Speiseplan der Harzer Roller Kanarien einbauen soll.Vitamine, Saponine , Flavonoide, Cumarine, Mineralien, Oxalsäure, Schleim, Zink, ätherische Öle sind im Kraut ent-halten.Wird sehr gern, und vor allem von allen Vögeln gefressen! Vogelmiere enthält reichlich Vitamin C . Zudem weist sie noch seltene, aber für den Vogel sehr wichtige Elemente in organischer Form wie Phosphor, Magnesium, Kupfer und Silizium,bekannt als Kieselsäure auf.
LöwenzahnBesonders bekannt ist der positive Einfluss des Löwenzahns auf sämtliche Organe, die an der Verdauung beteiligt sind. So steigert Löwenzahn die Magensaftsekretion, wirkt appetitanregend und außer-dem krampflösend. Wie wir ja wissen, füttern die Alttiere nur mit vorgekautem Aufzuchtfutter was noch mit Magensäften der Henne angefeuchtet wird!In den Blättern ist viel Vitamin C und Provitamin A enthalten. Hirtentätschel ( Sie liebt mich-Sie liebt mich nicht Kraut mit Herzen ) Hilft auch als flüssiges Sekret bei offenen Wunden! Hilft bei Durchfallerkrankungen.Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe werden verwendet?Verwendet wird das ganze Kraut, also alle Pflanzenteile außer der Wurzel. Es enthält Senfölglykoside, sogenannte Glucosinolate, die zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Vor allem die Substanz Sinigrin kommt in größeren Mengen vor. Außerdem finden sich spezielle Proteine, Aminosäuren und Mineralien wie Kalzium und Kalium. Flavonoide, zum Beispiel die Stoffe Rutin und Quercetin, sind ebenfalls enthalten.Wirkt blutstillend.
Wegerich ( Sowohl Spitzwegerich wie auch Breitwegerich)
Die Heilwirkung ist vielseitig. So wirkt der Spitzwegerich bei innerlicher Anwendung antibakteriell und entgiftend. Was eine positive Wirkung für die Leber und das Blut hat. Man kann damit Darmpilze behandeln und als hilfreiche Behandlung bei allen Arten von Erkältungskrankheiten einsetzen. Äußerlich angewendet ist der Spitzwegerich für alle Wunden und Hautschäden unentbehrlich, dies kommt durch die blutstillende und antibakteriellen Wirkstoffe in der Pflanze. Wenn man ein Blatt pflückt, kann man den Saft aus dem Blatt auf die Wunde reiben. Der Wegerich hat folgende wertvolle Inhaltsstoffe. Kieselgel-Vitamin-C-Schleimstoffe und Gerbstoffe. Alles Gut und wertvoll für den Organismus der Vögel. Hin und Wieder abwechselt gereicht.
Äpfel können täglich gereicht werden, in Spalten geschnitten
Über 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 Milligramm Kalium und viele andere wertvolle Mineral-stoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen trägt ein durchschnittlich großer Apfel in und unter seiner Schale. Kalium reguliert den Wasserhaushalt. Der Apfel reguliert den Darmhaushalt. Unsere Harzer Roller Kanarienvögel bevorzugen aber Gelbgrüne Äpfel, hier besonders den Golden Delicius.
Möhren -Karotten können täglich gereicht wetrden,oft als Ergänzung im Eifutter
In Möhren befindet sich ein ganz bestimmter Stoff: das Betacarotin - oder auch Provitamin A. Das ist wichtig für unsere Kanarien. Daraus stellt der Körper Vitamin A her. Vitamin A ist unter anderem wichtig für das Knochenwachstum und für die Augen. Die Verbindung von Möhren und Sehen ist also richtig. Durch Gaben von Möhren erhält der Vogel auch ein glattes ebenmäßiges Gefieder. Außerdem ist die Möhre sehr gut für gesunde Haut und Schleimhäute. Außerdem spielt es eine Rolle beim Aufbau und Wachstum der Knochen, des Nervensystems sowie bei Immunabwehr und Fortpflanzung. Geriebene Möhre,oder Möhrensaft im Aufzuchtfutter vermischt sorgt für gute und reibungslose Aufzucht! Wird sehr gern gefressen.
Gurke-Zuccini
Neben dem hohen Wassergehalt setzt sich die Gurke noch zu 3,5 Prozent aus Kohlenhydraten sowie aus sehr geringen Mengen an Eiweißen und Fetten zusammen. Insbesondere Vitamine aus der B-Gruppe sind in der Gurke vertreten, aber auch Vitamin C und Vitamin E. Bei den Mineralstoffen ist die Gurke reich an Zink- Calcium- Eisen-Magnesium- Kalium und Phosphor. Um die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe jedoch zu erhalten, sollte man die Gurke übrigens mit der Schale verfüttern, da die vielen Vitamine in erster Linie in der Schale stecken. Allerdings gilt es beim Kauf der Gurke, darauf zu achten, dass die Schale unbehandelt ist. Gerade in der Mauserzeit wirkt sich die Zugabe von Gurken Positiv aus für die Federneubildung!Kieselerde!
Brokkoli roh angeboten
Der Brokkoli (Brassica oleracea var.Italica gehört zur Familie der Kreuzblütler. Es ist eine Zuchtform des Gemüsekohls,ähnlich wie Rosenkohl, Blumenkohl oder Kohlrabi. Hat vor allem die Vitamine C und K, ist zudem reich an Betakarotin was für die Gefiederfarbe Gelb sehr nützlich sein kann. Außerdem liefert er so wichtige Mineralstoffe wie Eisen-Kupfer und Calzium!
Für den Züchter von Gesangskanarien bedeutet das Zuchtjahr stets einen neuen Zyklus unterschiedlicher aufeinander folgender Phasen. Es beginnt mit der winterlichen Ruhe - und Regenerationszeit, gefolgt von der Fortpflanzungszeit im Frühling und im Sommer, der Mauserzeit im Sommer/Herbst, und der darauf folgenden Gesangsausbildung und endet mit den Meisterschaften und Gesangswettbewerben, die sich vom Spätherbst bis in den Winter hineinziehen. Jede dieser Phasen erfordert eine besondere Fütterung; nicht im Sinne von völlig anders, sondern in Form einer speziellen Anpassung. Änderung oder Ergänzung des Grundfutterplans nach den jeweiligen jahreszeitlichen Bedürfnissen. Wichtig ist es, eine regelmäßige, und einigermaßen feste Futterzeit einzuhalten. Am geeignetsten sind die Stunden am Spätnachmittag oder Abend, bei arbeitenden Züchtern gar nicht anders zu bewerkstelligen. Zu dieser Zeit wird das Körnerfutter erneuert, die Eifutternäpfe entleert und gereinigt und frisches Trink - und Badewasser eingefüllt. Aus dem Körnerfutter pickt sich der Vogel sogleich die leckersten Samen heraus und ist für die Nacht gut versorgt. Am Morgen können Eifutter, Keimfutter und Grünzeug gereicht werden, und wer noch etwas Zeit hat, kann/sollte die leeren Samenhüllen aus dem Körnerfutter pusten. Während der Zucht empfiehlt es sich, über Tag noch einmal das vorhandene Futter zu kontrollieren und gegebenenfalls frisches Eifutter nachzureichen. Da insbesondere angefeuchtetes Eifutter schnell verderben kann, reichen die meisten Züchter während der warmen Jahreszeit es mehrmals täglich. Ein Samenmischfutter und gelegentlich zusätzliche Sämereien zur Versorgung mit den wichtigen Grundnährstoffen: Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette. Abwechslungsreiche Beigaben von Grünzeug / Obst als Lieferant für Vitamine und Mineralien. Ei bzw. Aufzuchtfutter, dient dazu den Tieren zusätzlich Tierisches Eiweiss zu bieten ,,und hier deutliche Defizite von Aminosäuren im Mischfutter sofort auszugleichen". Im übrigen haben die Harzerrollerzüchter früher Speck und Talg als "Tierisches Eiweiss" den Vögeln gereicht! Die scharfen Schnabelkanten der Finkenvögel eignen sich zwar zum Enthülsen der Samen, doch wie alle Vögel haben auch die Finken keine Zähne zum Zerkleinern und Zermahlen ihrer Nahrung. Diese Tätigkeit hat bei ihnen der Muskelmagen übernommen, in dem die enthülsten Samenkörner durch sogenannte Mahlsteine , die erst durch die Muskulatur der Magenwände aneinandergerieben werden, und dann erst zu einem gut verdauungsfähigen Nahrungsbrei zerkleinert werden. Mahlsteine sind Kleinkiesel, die von den Magensäften nicht aufgelöst werden und von den Vögeln regelmäßig aufgenommen, und über ganz lange Zeit im Magen festgehalten werden. Über die Größe der Mahlsteinchen, die Kanarien in ihren Mägen beherbergen, kann man keine Angaben finden. Diese Frage verliert ja auch dadurch an Bedeutung, dass in der Natur genügend viele Steinchen in allen Größen am Erdboden liegen, von denen die Vögel sich die in der Größe geeigneten heraussuchen, die sie scheinbar instinktiv recht genau kennen. Wir Harzer Roller Züchter füttern Gritsteine und Vitakalk, neben dem normalen Vogelsand, wo bereits beides enthalten ist! Das in jedem Käfig oder in der Voliere eine Spiaschale,kurz Schulp genannt aufgehängt wird ist selbstverständlich. Neben den Mineralien die die Vögel hier aufnehmen, dient er auch dazu den Schnabel zu schärfen oder in Form zu halten! Das Hauptmaterial der Sepia Schale ist Aragonit (Chemisch ein Calziumkarbonat, also Kalk).Sepiaschale ist die Haut des Tintenfisches. Die Sepiaschale bietet folgende wichtige Nährstoffe: Jod-Rohasche-Magnesium-Calziumcarbonat-Natrium-Kupfer-Chrom und Zink.Wegen des hohen Salzgehaltes sollte die Schale vorher abgekocht,oder zumindest in Wasser gelegt werden!
1.Die Ruhephase
Das ist die Zeit über den Winter bis zum Zuchtbeginn. Für viele unbedeutend, für den Züchter selbst aber der Grundstein für eine erfolgreiche Zuchtsaison. An Zuchtmaterial sprich neue Vögel kann ich nur jetzt, durch Zukauf etwas verbessern. Käfige und Anlage reparieren oder verbessern.Jetzt wird auch der Misserfolg betrachtet! Habe ich im vorigen Jahr alles richtig gemacht? Man weiß aus eige-ner Erfahrung, dass es immer Juckt doch endlich mit der Zucht zu beginnen. Viele fangen zu früh an! Es sind drei wichtige Kriteriken zu nennen: Ruhephase-Brutphase und Mauserphase. Alle drei Phas-en stellen unterschiedliche Ansprüche hinsichtlich der Lichtdauer, der Temperaturen, der Fütterung und vielem mehr dar.Oftmals werden die Paare schon unmittelbar nach den letzten Ausstellungen im Dezember/Januar zur Brut angesetzt. Die Vögel hatten somit gar keine Zeit zu regenerieren. Bei neu zugekauften Vögeln ist dann auch keinesfalls sichergestellt, ob sie geschlechtsreif sind. Sie müssen mindestens 10 Monate alt sein!! Eine Eingewöhnungzeit brauchen alle Vögel. Jeder Züchter füttert anders, das Wasser wird oft unterschiedlich angeboten! Die Tiere welche auf späten Meisterschaften eingesetzt waren haben oft zu kurze Ruhephasen, besonders dann, wenn der Züchter nur eine kleine für ihn überschaubare Zucht betreibt. Niedrige Temperaturen kann ich solch einem Hahn nicht mehr zumuten! Niedrige Temperaturen vertragen die Harzer Roller schon, aber keine Zugluft! Das muss ich berücksichtigen. Mit Vögeln die schwächlich oder zu dünn oder durch Temperatur immer wieder aus dem Rhythmus kommen braucht keiner die Zucht beginnen.Der Reinfall ist dann vorprogram-miert. Und Schuld sind wieder die Vögel, was nicht stimmt. Jede künstliche Lichtverlängerung ist ein Brutauslöser. Ja es gibt Züchter die Berufstätig sind, und diese müssen unweigerlich auch bei Licht füttern. Das ist auch Machbar. Nur sollte dann das Licht durch eine Dimmvorrichtung immer verlän-gert werden,etwa Abends bis 18.00 Uhr! In der Zuchtzeit ist es sowieso von Nöten das man mit der Dimmvorrichtung arbeitet. Hier spielt es auch keine Rolle was für eine Röhre genommen wird: Osram Biolux oder True Ligth. Wichtig ist vielmehr das die Lampen alle mit einem Vorschaltgerät EVG ca.5.00 Euro ausgerüstet sind, was ein Flackern verhindert. Wir sehen das Flackern nicht, das Vogelauge jedoch sieht das so,da sind viele Vögel halt Schreckhaft. Dann auch noch ein Dimmer zur Ein- und Abschaltung wie beim natürlichen Sonnenauf und Untergang. Das ganze aber über den gesamten Tag., maximal 15 Stunden. Nur so ist eine "gute Befruchtung" und ein ausreichendes Füttern der Jungtiere auch gewährleistet. Bei verdunkelten Tagen hudern die Hennen auf dem Nest, ohne groß zu füttern. Wir wissen doch auch wie wir uns bei trüben Tagen fühlen! Abgeschlagen und Matt. So ungefähr fühlt auch ein Vogel. Und noch ein wichtiger Punkt: Das Licht ist der Brutauslöser Nummer 1 dann kommt Futter und zum Schluss erst die Temperatur. Eine fette Henne ist gut, weil sie in der dann folgenden Brutphase sowieso an Gewicht verliert. Ein fetter Hahn dagegen ist nicht gut, weil dieser oft nicht in der Lage ist eine Henne erfolgreich zu befliegen. Viele Unbefruchtete Gelege sind die Folgen.
2. Haltung während der Zuchtzeit
Wenn ich mit meinen Tieren jedoch züchten möchte, muss ich sie auf die Zucht auch vorbereiten. Mit den länger werdenden Tagen so im Februar fängt man dann an das Futterangebot zu erweitern. Der Vogel braucht nun viel mehr Energie, und diese muss er durch die Fütterung zugeführt bekommen. Es werden zusätzlich je ein Napf mit Keimfutter angeboten. ( Hier eignen sich besonders Rübsen und Negersaat.) Ein weiterer Napf wird dann mit Haferflocken-Weizenkeime und Matzinger-BIO Hunde-flocken, zu je ein Drittel als Gemisch geboten.Weizenkeime sind ausgesprochen nahrhaft und sehr gesund. Sie enthalten jede Menge Eiweiß, Fett und Vitamine. Weizenkeime sind im Prinzip, was die Nährstoffdichte angeht, der wertvollste Teil eines Weizenkorns. Besonders hervorzuheben ist hierbei eine große Portion natürliches Vitamin E und viel pflanzliches Eiweiß, Vitamin E ist nun einmal das Befruchtungsvitamin! Haferflocken: Auch wegen ihrer Nährstoffbilanz sind Haferflocken gesund. Sie enthalten extra viele Ballaststoffe, Mineralstoffe (besonders Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink) und wertvolle Vitamine – von allen Getreiden hat Hafer sogar den höchsten Vitamin B1- und B6-Gehalt und liefert viel pflanzliches Eisen. Ich verwende die Kölner-Schmelzflocken. Das Ei oder Aufzuchtfutter,zunächst noch trocken ( in der Harzer Rollerzucht hat sich die Marke Sluis ) durch-gesetzt, weil hiervon alles gefressen wird, während bei allen anderen Herstellern sehr viel Maismehl untergemischt wird. Das frisst kein Harzer Roller. So hat man dabei viel Ausschuss. Das vorbereitete Ei/Aufzuchtfutter wird,wenn Jungtiere geschlüpft sind ,angefeuchtet mit geriebener Möhre/Apfel und zusätzlich gibt man ein wenig Traubenzucker (Dextropur Plus)und Honig hinzu. Alles gut vermengen. Viele überwiegend Ältere Züchter geben auf ein hartgekochtes 10 Minuten Hühnerei fünf zerriebene Zwiebäcke. Zur besseren Verdauung wird Mohnsamen mit unter gemischt. Alte Methode von früher überliefert wo es noch kein Fertigfutter im Handel zu kaufen gab! Daher der Begriff: Eifutter! Ab 2020 gibt es die Marke Sluis nicht mehr und ich verwende daher das Eifutter von Versele-Lage!
3. Haltung während der Prämierungszeit
Wenn ich meine Tiere auf Ausstellungen bringen möchte, muss ich sie natürlich sehr gut darauf vorbereiten. Zunächst werden die Junghähne,nach Findung wenn sie Studieren in einzelne kleine Volieren gehalten. Das Mischfutter wird weiter gereicht. Erst wenn der Gesang deutlich zu hören ist, muss ich als Züchter wieder einschreiten und das Futter ändern. Das heißt: Ich muss es strecken. Mehr und mehr Rübsen zumischen um sie später ganz auf Rübsen zu halten. Altes Züchtergeheimnis sagt: Rundes Korn ist gleich Runder Gesang! Je nach Gesangsentwicklung kann ich die Tiere nun steuern. Den Rübsen überbrüht man wie Kaffee, läßt ihn erkalten und gibt diesen dann seinen Singenden Jungvögeln. Allein durch diese Brüh-Methode werden alle Bitterstoffe aus den Samenkörnern ausgewaschen, was bedeutet, dass der Samen nun besser aufgenommen wird. Hier habe ich die Gewissheit, daß meine Vögel weich im Gesang bleiben. Sollte der Gesang erstummen kann ich die Tiere mit Eifutter ein wenig treiben, aber Vorsicht der Vogel wird schnell triebig, was heißt: der Gesang wird forsch und ist schnell zu laut. Drei Tage nachdem ich das Eifutter verabreiche, habe ich aber erst die Wirkung des Eifutters! Auch muss ich alle meine zum Wettbewerb gehenden Vögel, auch die Reservevögel auf den anstehenden Gesangs-Wettstreit vorbereiten. Schließlich sollen die Vögel ja vor dem Preisrichter bestehen. Ich muß meine Singenden Hähne gezielt abdunkeln um den Gesang dann trainieren zu können. Fehlerhafte Vögel muss ich konsequent aussortiren.Die Hähne werden, wie bei einem Wettkampf auch, auf einem Tisch gestellt, 5 Käfige übereinander unter einer Lichtquelle, und vor einer dunklen Wand und werden zum Singen animiert. Hier kann der Gesang auch durch Futtergaben gesteuert werden. Wie oben schon erwähnt, wenn der Gesang rund läuft reichen runde Körner wie Rübsen und etwas Glanz aus. Will ich aber mehr hören muss ich Eifuttergaben gezielt geben. In den einzelnen Touren kann ich auch durch Futter-gaben etwas steuern. Tiefes Hohl erreiche ich wenn der Rübsen, (oft wird auch schon Raps genommen, weil er viel günstiger ist, jedoch die gleiche Wirkung hat), gebrüht wird, denn dann sind alle Bitterstoffe wirklich rausgefiltert, und der Vogel nimmt den Rübsen besser auf. Fehlt es in der Knorre gebe man vorher etwas gequetschten Hanf. Hohlklingeln werden besser durch Negersaat und die Pfeiffe wird besser bei Zugabe von Perilla. Um den Gesang ein wenig länger zu halten empfiehlt sich Mohnsaat. Der Züchter muss aber täglich kontrollieren wie der Vogel auf die Zugaben reagiert, um noch rechtzeitig eingreifen zu können! Ein weiteres, auch wichtiges Merkmal ist die Temperatur im Raum, das Licht sowie die Luftfeuchtigkeit. Unten im Raum ist es immer kühler, weshalb der Vogel niemals auf dem Fußboden zu stehen hat! Die Luftfeuchte ist bei 60% zu halten und durch ein Hygrometer zu kontrollieren. Wenn ich Wasserschalen etwa auf einen Heizkörper zum Verdunsten aufstelle, gebe ich Minzöl mit in das Wasser. So vermeide ich das die Vögel Heiser werden und ich habe einen angenehmen Duft im Raum. Bei Heiserkeit oder belegter Vogel wie der Züchter sagt hilft gut Kamillentee-dieser gesüßt mit Fenchelhonig, dann erkaltet den Tieren geben. Das Trinkwasser muss aber vorher entfernt werden. Die zusätzliche Gabe von Leinsamen macht den Darm sauber und hilft bei fast allen Darmproblemen. Als Züchter beobachte ich den Kotabsatz! Zusatzgaben von extra Vitaminen über das Trinkwasser sind zwar nicht von Nöten, können aber keinen Schaden anrichten.Vitakombex V ist ein gutes Präparat. Ich sollte nur daran denken, dass diese sehr Lichtempfindlich sind, daher muß die Gabe sofort getrunken werden.Im Vergleich mit anderen Stubenvögeln ist das besondere, Einmalige am Harzer Roller ohne jeden Zweifel sein intensiv durch den Menschen geformter schöner Gesang. Kanarienvögel gibt es in sehr vielen Farbschlägen und Gestaltsausprägungen, doch sind sie hierin nicht einmalig, so etwas findet sich auch bei anderen Stubenvögeln oder beim Geflügel wie Hühnern und Tauben. Früh haben die Züchter erkannt, daß das Kanarienlied und seine Strophen nicht nur wunderschön, sondern auch noch züchterisch formbar sind, weil sie auf erblicher Grundlage beruhen. Da mit guten Sängern hohe Preise erzielbar waren, begannen schon im 18. Jahrhundert die Züchter im Tiroler Bergstädtchen Imst, den Gesang ihrer jungen Hähne nach besonderen Methoden, die sich im Verlauf langer Jahre als erfolgreich herausgestellt hatten, weiter zu kultivieren. Der Umfang und der kommerzielle Maßstab, mit dem die Junghähne in Imst angelernt und unterrichtet wurden, lassen vermuten, daß die hierbei praktizierten Techniken wie das Einbauern, die Verdunkelung und das Abhören in Ansätzen schon den Imster Bergleuten vertraut waren. Die kleinen Transportbauer verwendeten später erst die Harzer Bergleute da sie wußten, dass der Kanarienvogel ein Einzelsänger mit Revieransprüchen ist, denn es wäre viel einfacher gewesen, viele Vögel in einigen größeren Bauern mit auf die Verkaufsreisen zu nehmen. Es dürfte ihnen nicht entgangen sein, dass einzeln gehaltene Vögel ruhiger und viel besser singen als zu mehreren in einem Käfig untergebrachte. Schließlich sind die Andreasberger Züchter früher als Berg - und Hüttenleute aus Imst/ Belgien in den Harz gekommen, wohin sie nicht nur ihre Vögel, sondern auch die Kunst ihrer Gesangsausbildung mitgebracht haben dürften. Demnach müssten sich die Grundlagen der Gesangsausbildung und Veredelung schon damals entwickelt haben. Die Züchter von heute sind sich ihres Tuns, dieses alte Kulturerbe durch Pflege zu bewahren durchaus bewusst. Nur schade, dass es immer weniger werden. Im Jahre 1973 war man als Züchter froh unter den ersten 100 in der Siegerliste zu stehn. Es gab Siegerlisten von Platz 1 bis Platz 100. Heute stellen in ganz Deutschland nur noch 67 Züchter ihre Vögel bei der Deutschen Meisterschaft aus! Das Verdauungssystem zerkleinert die aufgenommene Nahrung, spaltet die verdaulichen Bestandteile soweit auf, dass der Körper sie als Nährstoff resorbieren kann. Die unverdaulichen Bestandteile werden ausgeschieden. Der Hornschnabel dient zum Aufpicken und zum groben Zerkleinern der Nahrung. Ein Kauen,wie wir Menschen dieses tun, ist mit dem Schnabel nicht möglich. Kanarienvögel enthülsen mit Hilfe der Zunge geschickt auch allerkleinste Körner (Mohnsamen) oder beißen Stücke davon ab (Grünfutter, Apfel u.ä.). Im Gegensatz dazu verschlucken unsere Hühnervögel die Körner unzerkleinert. Das in den Rachenraum einfließende Sekret der Speicheldrüse macht die Nahrung gleitfähig.Im Kropf wird die Nahrung meist längere Zeit gespeichert. Sind Kropf und Magen leer, gelangt das aufgenommene Futter direkt in den Magen. Ist der Magen gefüllt, öffnet ein Schließmuskel den Kropf, und das weiterhin aufgenommene Futter wird hier gespeichert. Der im Kropf erweichte Nahrungsbrei kann erbrochen und an die Jungen verfüttert werden. Der Magen ist zweigeteilt - in den Drüsenmagen und in den Muskelmagen.Dem aufgenommenen Futter wird im Drüsenmagen Magensaft beigemengt, der die erste Aufspaltung der Eiweiße vornimmt. Der mit sehr kräftiger entwickelter Muskulatur versehene Muskelmagen zerkleinert die Nahrung weiter. Er vollführt dabei stets quietschende, mahlende rollende Bewegungen. Durch vom Alttier Henne aufgenommene Steinchen wird die Zerkleinerung gefördert und erleichtert. Es kommt also unweigerlich zu großen Verdauungsstörungen, wenn keine Steinchen zur Verfügung stehen und daher nicht aufgenommen werden können. Im Enddarm und in der Kloake findet noch ein letzter und fast vollständiger Wasserentzug statt. Der paarige Harnleiter führt der Kloake Harn zu. Durch weitgehende Rückresorption des Wassers wird die auskristallisierte Harnsäure dem Kot zugesetzt (weißer Anteil).
3. Die Mauser bzw. Die Mauserzeit:
Die Mauser im Verlauf des ersten Zuchtjahres verläuft meistens nach der 10. Lebenswoche sehr schnell und unproblematisch, weil die Jungtiere nur das Kleingefieder abschmeißen. In den folgenden Jahren verläuft die Mauser, meist im August jedoch anders, weil das gesamte Gefieder gewechselt wird, was nicht immer leicht ist.Vielfach sitzt ein Vogel teilnahmslos in der Ecke und nimmt gar nicht so recht seine Umwelt wahr. Hier muss der Züchter eingreifen.Der Vogel muss anders versorgt werden, oft auch in der Ecke wo er sitzt. Ich hatte ja schon erwähnt, dass hier Gurke und Zuccini helfen. Die darin befindliche Kieselsäure ist für die Her-stellung neuer Federn verantwortlich. Es gibt noch weitere helfende Mittel die hier erwähnt werden müssen: Ob sie so verfahren bleibt Ihnen überlassen! Es gab ja auch immer wieder in der Harzer Rollerzucht die Stockmauser, das heißt die Mauser kam während der Wettkampfzeit. Solch einem Vogel muss auch geholfen werden. Der Kräfte zehrende Federwechsel bei den Vögeln,stellt sehr hohe Anforderungen an den Organis-mus des Vogels. Um den Vögeln die jetzt benötigten Stoffe, unter anderem essentielle Fettsäuren, Amino-säuren, Vitamine-des B Komplexes, Omega 3 Fettsäuren, Lethicin, l-Methionin und Mineralstoffe vermehrt zuzuführen, welche eine bessere und schnelleren Federbildung fördern, bedarf es der Zufütterung von Kraft bzw. Aufzuchtfuttern mit Zugaben. Diese will ich ihnen nicht vorenthalten. Das Aufzuchtfutter der Marke Sluis wird mit folgenden Zutaten angereichert: 1/2Teelöffel voll Lebertran,Distelöl oder auch Leinöl. Diese enthalten alle die nötigen Omega 3 Fettsäuren. Dazu Silicium oder Calzium aus der Drogerie ( enthalten viel Kieselerde ). Die Bierhefeflocken erhöhen den Vitamin -B Komplex und etwas Sojamehl sorgt für verschie-dene- Fettsäuren. Natürlich muss auch ein flüssiges Calziumpräparat zugefügt werden. Aber vorsicht nur so viel anmischen wie auch verzehrt wird, und nicht länger lagern. Auch jetzt gibt es zusätzlich Leinsamen, den Schleimlöser schlechthin. Darüber hinaus ist er sehr Vitaminreich und hat viele ungesättigte Fettsäuren. Der Handel hat schon viele Präparate gerade hier auf den Markt gebracht die genommen werden können, ich verfahre bei Bedarf und nach dieser Art. Wenn verfügbar biete ich auch Sesamsaaten an. Man hüte sich vor der Praxis, dass der Vogel erst alles aufgefressen haben müsse, bevor er neues Futter erhält. Rübsen (Brassica napa var. silvestris) ist die Hauptnahrung der Kanarien. Er gilt sozusagen als ihr „tägliches Brot“, vor allem unter Gesangszüchtern.Mit einem Anteil von über 40 % Fett ist Rübsen besonders energiereich. Der Eiweißgehalt beträgt etwa 20 %. An Mineralien sind Phosphor, Kalzium und Kalium bedeutsam.Unsere Harzer Roller Kanarien bevorzugen den Sommerrübsen, der bekömmlicher ist und seines nussartig-süßen Geschmacks wegen gern verzehrt wird.Für den Züchter ist es schwer, beim Händler Sommerrübsen von Winterrübsen zu unterscheiden. Der Sommerrübsen hat eine rötlich-schimmernde Färbung, der Winterrüb-sen ist dunkelbraun-schwärzlich. Leider kann man sich nicht absolut auf die Färbung verlassen, da auch der Sommerrübsen, wenn er bei sonnigem Wetter vollreif geerntet wird, recht dunkel sein kann. Vor dem Kauf einer größeren Menge von Sommerrübsen empfiehlt sich daher ein Geschmackstest. Man zerbeißt einige Körner und prüft dann mit der Zunge auf nuss-süßes Aroma.Der mit dem Rübsen nahe verwandte Raps – beide sind lediglich Varianten einer einzigen Art von Kreuzblütlern – enthält weitgehend ähnliche Bestand-teile.,ist aber heute auch zu haben und um die Hälfte günstiger.Mit einem Rohfettgehalt von ca. 35 % gehört Leinsaat zu den fett- und energiereichen Sämereien. Wegen ihres hohen Gehaltes an Kieselsäure, die für die Federbildung bedeutsam ist, empfiehlt sich die Verfütterung von Leinsaat insbesondere bei der Jungen-aufzucht und während der Mauser. Die Samen sollen zur Erhöhung des Gefiederglanzes beitragen. Auch die hohen Anteile der für die Federbildung benötigten essentiellen Aminosäuren am Roheiweiß, etwa 35 % , und der Gehalt an Vitaminen des B-Komplexes sprechen dafür, diese Leinsaat während dieser beiden wichtigen Phasen im Leben des Vogels etwas vermehrt zu verfüttern.Haferkerne und ihre Flocken sind mehlhaltig und regeln die Verdauung.Blaumohn ist ein gern angenommener Leckerbissen, der sich auch vorbeugend gegen Darmerkrankungen und flüssigen Kot bewährt hat.Quinoa (Chenopodium quinoa) ist eine alte südamerikan-ische Kulturpflanze.Die Körner besitzen einen hohen Gehalt an Eiweiß und Lysin, reichlich Faserstoffe, Kalzium, ungesättigte Fettsäuren, Phosphor, Eisen und die Vitamine B und E .Das sind die besten Vitamine für unsere Vögel. Die sehr kleinen Samen sind ein ausgezeichnetes Vogelfutter, das die Kost unserer Stubenvögel sinnvoll bereichern kann. Vorerst ist Quinoa leider erst in einigen Reformhäusern erhältlich. Perilla-Saat gehört zu den fetthaltigen Körnersorten. Sie findet besonders als Austauschfutter für Negersaat breite Verwendung, doch auch Kanarien verschmähen sie keinesfalls. Im Handel sind eine dunkle und eine helle Variante immer erhältlich, die beide gern aufgenommen werden.Salatsamen gelten seit langem als Ver-wöhnfutter. Besonders während der Jungenaufzucht gehen viele Züchter dazu über, das trockene Fertig-eifutter durch Zusätze von geraspelten Möhren, geriebenen Äpfeln oder Keimfutter anzufeuchten. Das so angefeuchtete Eifutter wird von den Vögeln liebend gefressen.Die Feuchte und der angenehme Geschmack von Obst und Gemüse regen die Elterntiere meist zum Verfüttern an ihre Jungen an, und man wundert sich, wie schnell ein Napf mit angefeuchtetem Eifutter leergefressen ist.Couscous und Sausage-rusk sind sehr bekannte menschliche Nahrungsmittel, die in der Kanarienzucht so eine gewisse Bedeutung als Zusatzstoffe zum Eifutter gewonnen haben. Wenn ich in das feuchte Aufzuchtfutter etwa die flüssigen Vitamine gebe, habe ich die Gewissheit, dass sie sofort aufgenommen werden.Bei Verabreichung über das Trinkwasser ver-lieren flüssige Vitamine ihre Wirkung durch Lichteinfall.Calcium ist auch ein wichtiger Nahrungsbestandteil. Das Mineral ist an einer Vielzahl von Reaktionen und Funktionen beteiligt. Insbesondere Nestlinge benötigen es zur Knochenbildung, aber auch in den Knochen von erwachsenen Vögeln ruht der Calcium-Stoffwechsel keinesfalls; sondern es findet ein fortwährender Austausch von Calcium statt. Vor und während der Zeit der Eiablage benötigen die Hennen größere Mengen von Calcium zur Einschalung ihrer Eier mit Kalk, das heißt Calciumcarbonat. Schon Tage vor dem ersten Ei legen sie sich einen regelrechten Calcium-Vorrat zu. Eine einfache und biologisch sinnvolle Möglichkeit, seinen Vögeln Calcium anzubieten, ist die Verfütterung von abgekochten Eierschalen aus der Küche.Als ich diese in den Käfig legte, fragte einmal mein Sohn was ich da wohl mache? Ich sagte ihm:Die Vögel müssen ihre Eier doch einpacken.Sepiaschalen,die man am Strand sammeln oder im Zoogeschäft kaufen kann, bestehen aus fast reinem Kalk. Der Handel bietet Drahthalter an, um sie in Käfigen und Volieren aufzuhängen. Kanarien knabbern gern an den Sepiaschalen, nicht nur, um an den Kalk zu gelangen, sondern auch, um ihren Schnabel abzuwetzen. Für praktisch alle körnerfressenden Vogelarten läutet die Zeit eines aufkommenden üppigen Nahrungsvorkommens in Form von keimenden und heranreifenden Samen die Brutphase ein. Zusammen mit länger werdenden Tagen und somit veränderten Lichtverhältnissen (Dauer und Intensität) kann man grundsätzlich von primären Brutauslösern sprechen.Innerhalb dieser Phase stehen den freilebenden Vögeln eine Vielzahl von heranreifenden Samen der ver-schiedensten Wildkräuter zur Verfügung, wogegen reife Sämereien kaum zur Verfügung stehen und wenn dann selten genutzt werden. Halbreife Sämereien haben genauso wie keimende Samen den Vorteil, daß sie einerseits eine sehr weiche Konsistenz aufweisen und zum anderen auch leicht verdaulich und nährstoff-reich sind. Um den heranreifenden Samen – bestehend aus Keimling (Embryo), Körper (Endosperm) und Umhüllung (Spelze, Frucht- und Samenschale) – aufzubauen, muß die Pflanze die benötigten Stoffe in veränderter Form zur Verfügung stellen. Wie später beim Keimen des Samens ist diese Mobilisierung auch mit einer hohen Enzymaktivität verbunden. Erst mit der völligen Ausreifung des Samens und seiner Unab-hängigkeit von der Stammpflanze erlischt die Aktivität und lediglich der Keimling als sog.„lebender“ Teil des Samens weist eine Biosynthese auf einem gerade noch nachweisbaren Niveau auf. Zusammen mit der weichen Konsistenz ergeben sich die Vorteile für die heranwachsende Brut. Verschiedene Studien an eben-so unterschiedlichen Arten der Gruppe der Cardueliden untermauern die deutliche Bevorzugung der jewei-ligen Futterkomponenten abhängig von der Weichheit. Dieses hat auch den tieferen Sinn, daß die Jungvögel weiche Nahrung, die zudem leicht verdaulich ist, brauchen. Als Ersatz zum Bedarf halbreifer Sämereien in der Brutphase und darüber hinaus, entstand sicherlich im Zuge der Domestikation unseres Kanarienvogels der Begriff „Eifutter“. Im direkten Vergleich, und da macht der domestizierte Harzer-Kanarienvogel keine Ausnahme, wird angefeuchtetes und somit weiches Eifutter immer vorgezogen.Wichtig ist es, eine regel-mäßige, einigermaßen feste Futterzeit auch einzuhalten. Am geeignetsten sind die Stunden am Spätnach-mittag oder Abend. Zu dieser Zeit werden das Körnerfutter erneuert, die Eifutternäpfe entleert und gereinigt und frisches Trink- und Badewasser eingefüllt. Aus dem Körnerfutter pickt sich der Vogel sogleich die leckersten Samen heraus und ist für die Nacht gut versorgt. Am Morgen können Eifutter, Keimfutter und Grünzeug gereicht werden, und wer noch etwas Zeit hat, kann die leeren Samenhüllen aus dem Körnerfutter pusten. Während der Zucht ist es Pflicht, über Tag noch einmal das vorhandene Futter zu kontrollieren und gegebenenfalls Eifutter nachzureichen. Da insbesondere das feuchte Eifutter bei Wärme schnell verderben kann, reichen die meisten Züchter während der warmen Jahreszeit zwei-bis viermal täglich frisches Futter.Couscous und Sausage-rusk sind menschliche Nahrungsmittel, die in der Kanarienzucht eine gewisse Bedeutung als Zusatzstoffe zum Eifutter gewonnen haben. Couscous ist im Nahrungsmittelhandel und im Reformhaus, das aus England stammende Sausage- rusk mittlerweile in vielen Futtermittelhandlungen erhältlich. Das in verschiedenen Körnungen erhältliche Couscous darf nur nach Aufnahme von Feuchtigkeit, d. h. in gequollenener Form verabreicht werden, ein Vorgang, der einige Zeit dauert. Ohne diese Wasserauf-nahme würde es im Kropf quellen und die Gesundheit des Vogels durch Entzug von Feuchtigkeit gefährden. Auch Sausage-rusk muss vor dem Verfüttern angefeuchtet werden, es quillt jedoch sofort nach Wasserzu-gabe. Das Eifutter verklebt nicht durch Sausage- rusk, sondern bleibt sehr locker und krümelig. Man kann beispielsweise frische Möhren in der Küchenmaschine zerkleinern. Gibt man vorher eine kleine Menge vom Sausage- rusk in die Schüssel des Mixers, dann wird der austretende Saft sogleich aufgesaugt und die Masse nimmt eine appetitlich rote Färbung an. In dieser Form kann man Sausage- rusk zu etwa 10 % dem Eifutter beimischen.Beide Stoffe, Couscous und Sausage- rusk, eignen sich auch gut, um wasserlösliche Vitaminpräparate zu verabreichen, die sie beim Quellvorgang aufnehmen, so dass eine gute Kontrolle der Vitaminaufnahme durch die Vögel möglich ist. Das fertige Eifutter kann bis zu etwa 1 Tag im Kühlschrank gelagert werden. Ohne Keimfutterzusatz lässt es sich auch in größeren Portionen einfrieren, so dass die etwas mühsame tägliche Zubereitung entfallen kann. Man entnimmt täglich nur die benötigte Menge und lässt sie sich vor dem Verfüttern eine Viertelstunde lang auf Zimmertemperatur erwärmen.Man reiche das Eifutter nun ausgebreitet in flachen Behältnissen,( ich verwende glasierte Blumenschälchen hierfür) um guten Luftzutritt an die Oberfläche zu gewährleisten und so den Verderb durch Bakterien und Schimmelpilze zu verzögern. An warmen Tagen müssen die verbliebenen Reste nachmittags oder am frühen Abend entfernt und gegebenenfalls durch neues Eifutter ersetzt werden.
Das Keimen oder besser gesagt Vorbereitung von Keimfutter etwas besseres gibt es nicht
Voraussetzung von Keimen ist immer eine absolute Sauberkeit aller Utensilien.Ich bevorzuge die runden Siebe aus Edelstahl. Als Saatgut nehme ich Neegersaat und Rübsen und auch Raps. Ich habe davon zwei in Gebrauch. Somit ist immer eine Schale bereit. Zunächst spüle ich die vorbereiteten Samen lange und gut durch, danach gebe ich die Saaten für höchstens 6 Stunden im Sieb in eine Schale mit vorgewärmten Wasser ca. 20 Grad. Die Negersaat muß mattschwarz aussehen, denn wenn sie glänzt ist sie sehr oft mit Öl behaftet, was verhindert, dass die Quellung in Gang gesetzt wird. Die Saaten müssen weitere 24 Stunden in 20 Grad warmen Wasser quellen,nach dieser Quellphase muss die Saat wieder gut und lange durchgespült werden. Nun hänge ich das Sieb mit dem Saatgut in eine passende Schale und bedecke diese mit einem Leinentuch. Die Temperatur 20 Grad im Raum fördert den Quellvorgang. Nach weiteren 12 Stunden Keimzeit wieder durchspülen, abtropfen lassen und zurück in die Schale gehängt.Weitere 6 Stunden später sollte oder muss der Spross aus dem Saatgut zu 2/3 ausgetreten sein. So muss die Saat nach einer weiteren Spülung verfüttert werden.
Nüsse oder besser gesagt geriebene Nüsse
Walnüsse sind gut verdaulich, auch für Vögel. Sie senken den Cholesterinspiegel,sorgen für eine bessere Durchblutung und beugen Entzündungen vor. Selbst bei Darmstörungen oder Wurmbefall ist die Walnuss sehr förderlich. Die Walnuss kann von den Harzer Rollern zerknabbert werden, die Haselnuss müssen wir zerreiben. Die Haselnuss ist fast gleich aber leider sehr viel fettiger. Sie hat aber die vielen B-Vitamine (B1-B2-B3-B6 und B9), dazu Kalzium,Kalium, Magnesium. Dazu gesellen sich Spurenelemente wie Kupfer und Zink,diese alle brauchen unsere Harzer Roller. Wenn die Vögel erst daran gewöhnt sind, fressen sie gerne davon. Da die Nüsse nach wie vor von Hand gepflückt werden sind sie seht teuer, aber es gibt Nachbarn die Bäume und Sträucher haben, und davon gerne etwas abgeben. Diese Nüsse müsen aber lange und gut getrocknet werden bevor sie verfüttert werden. Die Nüsse werden in geriebenem Zustand angeboten und nur als Leckerei nebenbei!
Zusatzstoffe:
Sehr oft wird darüber diskutiert ob die Vögel nun auch in unserer Haltung Vitamine in flüssiger Form benötigen?Hier sind besonders Hilsmittel aufgeführt die unseren Vögeln helfen:
Kamillentee gesüßt mit Fenchelhonig: hilft bei Atemwegserkrankungen
Vitacombex: Ein Vitaminpräparat welches einmal pro Woche gegeben wird hilft vorbeugend!
Traubenzucker: Dextropur/Plus:wird von mir immer mit in das Aufzuchtfutter gemischt
Der kräftezehrende Federwechsel bei den Kanarienvögeln (bei anderen Rassen natürlich ebenso!), egal, ob bei den Jung- oder Altvögeln, stellt hohe Anforderungen an den Organismus des Vogels. Um den Vögeln die jetzt in besonderem Maße benötigten Stoffe ( essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, Vitamine des B-Komplexes, Omega-3-Fettsäuren, Lecithin, L-Methionin, Mineralstoffe etc.) zuzuführen welche eine ideale Federbildung fördern, bedarf es der Fütterung von entsprechend angereichertem Kraft- bzw. Aufzuchtfutter. Während der Mauser bekommen daher alle meine Vögel, auch die Altvögel, ein handelsübliches Aufzuchtfutter, welches wohldosiert mit folgenden natürlichen Ergänzungsmitteln angereichert wird: Lebertran, Distelöl und/oder Leinsamenöl bzw. Leinöl (diese Öle, sowie Lebertran, enthalten u.a. hohe Anteile der Omega-3-Fettsäuren), Kieselerde (Silicium, Calcium etc.), Bierhefeflocken (Vitamine des B-Komplexes, Calcium etc.), Sojamehl (verschiedene Amino- u. Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine) sowie geringe Mengen eines flüssigen Calcium-präparats. Darüberhinaus reiche ich in dieser Zeit auch vermehrt Leinsamen-Saat (Linol- und Linolensäure; Leinsamen ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren, Schleim- und Ballast-stoffen, außerdem enthält er Proteine, Vitamine und Glykoside) und grüne Gurkenstückchen (Mineralstoffe). Diesen natürlichen Nahrungsmitteln werden mauserfördernde bzw. federbildende Eigenschaften nachgesagt.Viele der oben aufgeführten Sachen bekomme ich bei Rossmann oder in Drogeriemärkten. Die Vögel nehmen alles auf,wenn sie daran gewöhnt werden! Öfter wechseln.
So bereite ich mein Aufzuchtfutter vor:Jeder Züchter macht es anders!
Ich nehme 6 Esslöffel fertiges Eifutter Orlux der Marke Verselle laga dazu kommt 1 Esslöffel Weizenkeime, 1 Esslöffel Haferflocken, feinkörnige,2 geriebene Möhren, 1 hartgekochtes Hühnerei mit Schale, 1 Teelöffel Traubenzucker ( Dextropur Plus,einen Teelöffel Honig sowie 1 Teelöffel flüssige Mikronährstoffe Vitalultra der Fa. Life improve Products Gmbh.Diese Zutaten kommen in den Mixer und werden giut durchgeknetet. Diese Mischung reicht für meine 30 Boxen, je ein Teelöffel aus.Statt der Möhren kann aber auch Apfel genommen werden. Ich mache das so, weil meine Tiere es gewöhnt sind die Äpfel als Stücke zu fressen, wogegen Möhren lieber klein verzehrt werden. Warum das Mittel Vitalultra? Hier sind alle Nährstoffe von Vitamin A bis hin zum Jod enthalten und es wird verzehrt! Um dieses Futter besser zu verdauen wird ein Teelöffel Mohnsaat zugefügt. Diese Mohnsaat ist auch wichtig während der Einbauerungsphase, weil gerade diese Saat den Vogel in den kleinen Bauern beruhigt. Keine andere Frage wird unter Kanarienzüchter so oft,so lebhaft und so kontrovers diskutiert wie die Frage nach der Fütterung ihrer Vögel. Tatsächlich ist diese so vielfältig dass man unter allen Züchtern nicht einmal zwei finden würde, die ihre Tiere auf genau dieselbe Art und Weise ernähren! Daher kann eine Darstellung dieses Themas auch nur allgemeine Richtlinien aufzeigen, um so dem Vogelhalter und -züchter über das Verständnis von Ernährung-fragen eine erfolgreiche persönliche Ausgestaltung seines Grundfutterplanes zu ermög-lichen. Ein Gesichtspunkt ist für jeden Halter und Züchter einleuchtend, dass nämlich ein Kanarienvogel nicht tagaus tagein dasselbe Futter mag und dieses auch nicht be-kommen sollte. Unsere in Käfigen gehaltenen Tiere können sich das Futter, das ihnen vielleicht gerade am meisten zusagen würde, nicht wie die frei lebenden Vögel in der Natur selber suchen, sondern sind davon abhängig, was wir Züchter ihnen täglich vor-setzen. Deshalb heißt ein weiterer Leitspruch für die Ernährung der Vögel: „Sorge tag- täglich für Abwechslung“. Dies ist bei Kanarien durchaus ohne größeren Aufwand auch möglich, indem z. B. während der winterlichen Ruhephase an verschiedenen Tagen neben dem normalen Körnermischfutter im Wechsel noch Eifutter, Hanfsamen,geschälte Sonnenblumenkerne, Kolbenhirse, verschiedene Sorten von Futterflocken,besonders Haferflocken,Weizenkeime. Matzinger Bioflocken, Äpfel, Möhren,Gurke oder Blätter vom Grünkohl,Brokolli beides roh ect. gereicht werden. Dem ganzen Einfallsreichtum des Pflegers sind hier keine Grenzen gesetzt. Sehr bald wird er bemerken, daß hierdurch die Aufmerksamkeit der Vögel geweckt wird und sie ihren Pfleger freudig und voller Neugier begrüßen. Sicherlich kein allzu schwieriger Weg, um unseren Schützlingen ein wenig Abwechslung in das das tägliche Einerlei des Käfiglebens zu bringen.Wie häufig werden dagegen die Wünsche der Haustiere aus Bequemlichkeit und Nachlässigkeit übersehen. Das darf auf keinen Fall passieren. Der Vogel/die Tiere braucht stets die ganze Aufmerk-samkeit seines Pflegers,rund um die Uhr! Bitte daran denken, immer nur so viel anzu-bieten wie der/die Vogel/Vögel am Tag auch verzehrt. Frisch und immer wieder neu ist daher angesagt. Grundsätzlich fressen unsere Kanarienvögel fast alles an Grün, es muss ihnen nur angewöhnt , und vom Halter angeboten werden.
Passiert selten kommt aber hin und wieder vor: Die Legenot
Die meisten an Legenot erkrankten Vögel, leiden an einem Mangel an Calzium. Führt man sich die große Anzahl an Eiern einmal vor Augen, welche von einem Vogel während einer Brutsaison gelegt werden, so wird deutlich, dass der Kalziumbedarf während die-ser Zeit sehr hoch ist. Da die meisten in Gefangenschaft gehaltenen Vögel mit den übli-chen Körnermischungen ernährt werden,was auch völlig in Ordnung ist, welche in der Regel einen sehr geringen Gehalt an Calzium haben, sind diese Tiere prädestiniert dafür, eine Legenot zu entwickeln. In den herkömmlichen Körnermischungen sind schon viele lebensnotwendige Nährstoffe in zu geringen Anteilen enthalten. Dazu kommt, dass bei einem Überangebot an Körnerfutter, oftmals über den Winter,-wo ja zusätzlich fettreiche Samen wie Hanf und geschälte Sonnenblumenkerne gefüttert werden,die Vögel sich vor allem ihre "Lieblingssaat" herauspicken und den Rest des Futters gar nicht erst nehmen oder anrühren. So ist verständlich, dass es leicht zu einer Mangelernährung kommen kann.Besonders bei den Älteren Hennen sowie bei Erstlegenden Vögeln können sich die Folgen einer Mangelernährung im Laufe der Jahrzehnte manifestieren. So ernähren sich manche Hennen ausschließlich nur von geschälten Sonnenblumenkernen, sie machen schneller satt und müssen nicht groß entspellst werden. Das Problem jedoch,bei einer ausschließlichen oder überwiegenden Ernährung mit Sonnenblumenkernen ist, dass diese nicht nur zu wenig Calzium, sondern auch zu viel Phosphor enthalten. Idealer-weise sollte das Verhältnis von Calzium zu Phosphor in der Vogelernährung 2 zu 1 betragen. In Sonnenblumenkernen sind jedoch nur 1 Teil Calzium und 7 Teile Phosphor enthalten. Diesss kann zu einer massiven Unterversorgung mit Calzium führen. Ist die Nahrung außerdem noch zu fettreich, wird durch das Fett zusätzlich Calzium gebunden und so dem Vogel entzogen. Außerdem spielt Vitamin D in der Ernährung eines Vogels eine große Rolle; und ein Mangel vermindert die Verfügbarkeit von Calzium für den Vogel. Vitamin D wird durch ultraviolette Strahlung (Sonnenlicht) in seiner aktiven Form in der Haut gebildet. Ohne direkte Sonneneinstrahlung kann dieses Vitamin nicht gebil-det werden. Es ist jedoch notwendig, um Calzium aus dem Darm aufzunehmen. Selbst wenn der Vogel über die Nahrung genügend Calzium erhält, kann es ohne Vitamin D nicht für den Vogel verfügbar gemacht werden. Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Unterversorgung von Calzium etwa durch schlechte Haltungsbedingungen (Mangel etwa an UV-Licht) und mangelhafte Fütterung (Mangel an Calzium, Vitamin A und D, zuviel Fett, u.a.) eine häufige Ursache für eine Legenot ist.
Wie kann man einer Legenot also vorbeugen?
Es ist also sehr wichtig, seinem Vogel Produkte anzubieten, welche einen hohen Gehalt an Calzium aufweisen. So sind Milchprodukte (z.B. Käse und Joghurt), sowie gut gekochte Eierschalen sehr geeignet. Außerdem ist für eine optimale Vitaminversorgung des Vogels zu achten (v.a. Vitamin A und D). Dieses gelingt leicht mit einer flüssigen Vitamingabe über das Futter oder das Trinkwasser. Die flüssigen Vitamine sind jedoch sehr Lichtempfindlich und da-her werden sie bald unbrauchbar! Bei einer Gabe von Vitaminpulver über das Futter direkt ,sollten die Vitamine so besser über Obst gestreut werden, als über Körnerfutter. Da der Vogel die Körnerhülsen nicht mit verzehrt, geht das meiste Vitaminpulver so verloren und wird vom Vogel nicht aufgenommen. An Obst und Gemüse haftet das Pulver jedoch sehr gut, und somit nehmen es die Vogel viel besser auf. Zusätzlich sollte der Vogel UV-Licht über direkte Sonne wenn nicht vorhanden muss eine UV-Lampe herhalten.Das Licht sollte auch während der Zuchtphase 14 Stunden brennen.Auch pelletiertes Futter speziell für Vögel gemischt enthält in der Regel ebenfalls alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge.Sehr viel teurer, und auch nicht überall erhältlich! Ob überhaupt noch Vitamine bei der doch abwechslungsreifen Fütterung seitens der Züchter noch notwendig ist, erscheint nicht klar zu sein. Wer jedoch einmal damit angefangen hat und da-durch auch Erfolge hat wrd immer wieder auf Vitamingaben zusätzlich zurück greifen, denn schädlich kann es nie sein. Darum ist ein mehr besser wie zu wenig oder gar keins. Dieses sind alles nur Tipps welche ein Züchter im Laufe der Jahre gemacht hat und wiedergibt. Das es auch anders geht wird immer wieder bewiesen. So haben beispielsweise in Göttingen Studenten Jungvögel in einem kleinen Käfig, Jungvögel groß gezo-gen ohne einen Krümel Eifutter oder Gaben von Grün, sondern allein mit dem Täglich gereichten Mischfutter von einem Discountladen.